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CHINESISCHE ARZNEITHERAPIE

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CHINESISCHE ARZNEITHERAPIE

Die Behandlung mit Arzneien, gern Kräuter genannt, macht den größten Anteil der traditionellen Medizin in China aus, insbesondere im Bereich der Inneren Medizin, der Frauenheilkunde und der Dermatologie. Der früheste Klassiker der Kräutermedizin, das Shang Han Lun (Abhandlung über Kälte-Schädigung), stammt aus dem 2. Jhd. nach Christus. Hier werden Krankheitsbilder und deren Behandlung mit Rezepturen beschrieben, auf die sich heute noch bezogen wird.

Die traditionellen chinesischen Arzneien bestehen zumeist aus Pflanzenteilen wie Wurzeln, Rinden, Kraut oder Blüten, jedoch auch aus Pilzen, Mineralien oder tierischen Produkten. Letztere benutze ich fast nie und würde Sie zuvor fragen.

Um eine individuelle Rezeptur, also eine maßgeschneiderte Kombination von ca. 9–12 Arzneien, zu erstellen, muss zunächst eine Diagnose im Rahmen der Chinesischen Medizin gestellt werden. Hierfür werden die Befragung, das Fühlen des Pulses und die Untersuchung der Zunge eingesetzt. Aus der Differentialdiagnostik ergeben sich dann die Wirkrichtungen und Therapieprinzipien, welche in der Rezeptur umgesetzt werden sollen (in Begriffen der Chinesischen Medizin z.B. das Qi der Mitte stärken und Feuchtigkeit ausleiten oder Leber-Qi-Stagnation zerstreuen und Blut nähren). Der Arzt kann auf einen reichen Schatz an klassischen Rezepturen der letzten fast 2000 Jahre zurückgreifen – Strategien, die den Arzt inspirieren, seine für den jeweiligen Patienten angepasste Rezeptur zu komponieren.

Eine schulmedizinisch definierte Krankheit kann unterschiedlichen Mustern der TCM entsprechen und somit recht verschiedene Rezepturen erfordern. Deshalb ist für die Chinesische Arzneitherapie die differenzierte chinesische Diagnostik besonders wichtig.

Chinesische Arzneien können beispielsweise anheben oder absenken, wärmen, kühlen, Blockaden zerstreuen, sammeln und halten, auffüllen und nähren oder ausleiten. Dies ist bezogen auf Qi oder Blut, Yin oder Yang, die Organe, Leitbahnen, Körperschichten und -regionen.

Typischerweise werden bei der Komposition einer Rezeptur verschiedene Wirkrichtungen kombiniert, die ein Gesamtbild ergeben, das der Diagnose im Sinne der Chinesischen Medizin entspricht und dem Wiederherstellen eines harmonischen Ganzen dient. Hier liegt ein wesentlicher Unterschied zur westlichen Medizin, welche von der Grundausrichtung versucht, mit möglichst einem Medikament bzw. einer Wirkrichtung auszukommen, welches ein erkanntes Problem beseitigt.

SICHERHEIT

Von uns verordnete Rezepturen werden ausschließlich an spezialisierte Apotheken Ihrer Wahl übermittelt. Diese Apotheken sind für eine hohe Qualitätskontrolle verantwortlich. Bereits die gelieferten Chargen der Importeure werden von deutschen pharmazeutischen und Lebensmittellaboren wie zB Fresenius und anderen auf Identität, Schwermetalle, Aflatoxine und weitere bedenkliche Stoffe geprüft.

Zu weitergehenden Fragen der Sicherheit von Chinesischen Arzneien gibt das Centrum für Therapiesicherheit in der Chinesischen Arzneitherapie (CTCA) im Netz Auskunft: https://www.ctca.center/de/

PRAKTISCHE ANWENDUNG

Typischerweise werden morgens und abends jeweils eine Tasse Arzneitee getrunken. Am besten nüchtern oder ca. 10-20 min vor dem Essen. Wenn nach dem Essen, dann bitte mindestens 1 Stunde warten.

Es gibt nur selten Nebenwirkungen, wenn sind Blähungen, Verdauungsstörungen, Kopfschmerzen oder Schlafstörungen zu erwarten. Reduzieren Sie in diesem Fall zuerst die Dosis, meist reicht dies um die Nebenwirkung zu vermeiden. Die Verdauung reguliert sich oft auch ohne dies nach ein paar Tagen wieder ein. Bei Schlafstörungen als Nebenwirkung versuchen Sie die Abenddosis früher einzunehmen oder wegzulassen.

Sie können das Dekokt etwas verdünnt oder konzentriert als "shot" trinken, so wie es Ihnen angenehmer ist. Wenn Sie während der Einnahme einen akuten Infekt haben sollten, pausieren Sie bitte den Arzneitee und nehmen Sie ihn bei Besserung wieder auf.

Das Dekokt

Das Dekokt

Hiermit ist der Arzneitee, der Absud gemeint, der durch die Abkochung der Arzneien gewonnen wird.

Geschmacklich ist es nicht mit aromatischem Lavendel zu vergleichen sondern eher erdig kräftig. Manche Patienten mögen diese Geschmäcker, andere müssen sich an die kräftigen häufig eher bitteren Geschmäcker doch erst gewöhnen.

Unten sehen Sie verschiedene Methoden zu solch einem Arzneitee zu gelangen.

Die Rohdroge

Die Rohdroge

Hiermit ist die pharmazeutische Ausgangssubstanz der jeweiligen Arznei gemeint, also z.B. die getrocknete und in Scheiben geschnittene Wurzel oder das getrocknete Kraut.

Traditionell wurden die Rohdrogen nach mehrstündigem Einweichen 20 min lang ausgekocht, anschließend erneut 40 min lang ausgekocht und abschliessend beide Auskochungen zusammengemengt. Manche Apotheken stellen dies auf Anfrage noch so her, ansonsten ist es eine aufwendige Prozedur, die kaum mehr jemand im Deutschland des 21. Jahrhundert tun möchte.

Rohdrogen werden auch gern in Kraftsuppen oder anderer Ernährungsmedizin eingesetzt.

Die pulverisierte Rohdroge

Die pulverisierte Rohdroge

Die oben beschriebene Ausgangssubstanz wird in einer Mühle zu Pulver vermahlen. Das kann entweder die Apotheke tun oder man macht es mit Hilfe einer Gewürzmühle selbst, was ich empfehle. Das Pulver kann dann in 5 min zu einem Arzneitee ausgekocht werden. Nach kurzem Stehen setzt sich das ausgekochte Pulver als Schlamm ab sodass Sie den Tee mit ruhiger Hand dekantieren können. Der Schlamm ist zu verwerfen.

Alternativ können Sie die Kräuter auch in einer Thermoskanne mit kochendem Wasser übergiessen und über Nacht ausziehen lassen. Diese Methode kann das Bittere verstärken.

Das Granulat

Das Granulat

Hierbei wird die Rohdroge von einem pharmazeutischen Unternehmen zu einem Extrakt eingekocht und dann auf einen Trägerstoff gesprüht, meist Maisstärke oder Maltodextrin. Dieses Pulver funktioniert wie Instant Kaffee, d.h. es muss nur in Wasser verrührt und nicht mehr gekocht werden. Der Trägerstoff löst sich dann wieder vom Extrakt und setzt sich oft weisslich unten ab. Es kann warm, lau oder sogar kalt eingenommen werden.

Insbesondere für Menschen die viel unterwegs sind, die wissen dass es schwierig wird mit Tee zubereiten oder wenn die Kinder die schrecklichen Gerüche am Morgen nicht ertragen ist dies eine sinnvolle Variante.

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